Paraflows 06/Piratefilter: Unterschied zwischen den Versionen

aus Metalab, dem offenen Zentrum für meta-disziplinäre Magier und technisch-kreative Enthusiasten.
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Version vom 19. August 2007, 00:05 Uhr

Worum es geht

Einen Videofilter bzw. ein Ausgabeplugin für einen cross-platform Player zu bauen, der das Video so darstellt, als wäre es in einem Kino mit einem Camcorder aufgenommen worden. Der erzielte Effekt soll an schlechte Raubkopien von Filmen erinnern.

Geplant ist, dass das Bild wie bei einer Camcorder aufnahme nicht uniform belichtet ist, dass herumgewackelt wird, die Leinwand schräg aufgenommen wird, eventuell Teile abgeschnitten sind und vielleicht mal die Silhouette eines Kinobesuchers zu sehen ist.

Auch das Audiosignal sollte dementsprechend gefiltert werden. Ein leichtes rauschen und vielleicht ab und zu Zwischenrufe, Gelächter oder Ähnliches wären nicht schlecht.

Einreichungstext Paraflows

ein leicht angepasster und rechtschreibfehlerfreierer Text ist jetzt eingereicht.

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Stefan Farthofer

Kontaktdaten


Einreichung "Piratefilter" für paraflows 2006

Videofilter, geschrieben 2006, Autor: Stefan Farthofer et al

Stichworte: therapeutic

Es wird ein beliebiges vom eingesetzen Videoplayer abspielbares Video von Festplatte oder DVD abgespielt. Dabei werden Video und Ton so modifiziert, dass die Aufnahme so wirkt, als wäre es ein illegal mit einem Camcorder im Kino abfilmter Mitschnitt.

Diese sogenannten "Cam"-Versionen findet man häufig in Filesharing-Netzwerken und auf Bittorrent-Sites, sowie auf dem Schwarzmarkt um wenige Dollar auf DVD.

Die Angst vor solchen Mitschnitten war in den letzten Jahren für die erhebliche Einschränkung der Freiheiten von Kinobesuchern und Hetzkampagnen der Filmindustrie verantwortlich: In manchen Kinos dürfen keine Rucksäcke o.Ä. mehr in den Saal mitgenommen werden, sogar Metalldetektoren werden vereinzelt eingesetzt. Mit Nachtsichtgeräten wird während der Vorstellung nach Camcordern gesucht. Filme werden mit Wasserzeichen versehen, um eventuelle Kopien zum Original zurückverfolgen zu können. Spezielle Projektoren sollen sogar bald Bilder liefern, die für das menschliche Auge unverändert aussehen, von Camcordern jedoch nur als unscharfes Rauschen aufgenommen werden. Durch aggressive Warnungen und Strafandrohungen vor Filmbeginn sollen Mitfilmer abgeschreckt werden.

In den USA bieten die Motion Picture Association of America und die National Association of Theatre Owners Kinoangestellten sogar ein Kopfgeld von $500 für die Entlarvung von "Filmdieben".

Dank des Piratefilters kann jetzt jeder Film, ob legal gekaufte DVD, lizenzfreier oder selbst erstellter Content, in Echtzeit zu einer Cam-Version umgewandelt werden.

Er spielt mit der Ästhetik der Illegalität und erlaubt es, auf legale Weise, Solidarität mit den Opfern der unverhältnismäßigen Aktionen der Filmindustrie auszudrücken.

Ich würde diesen Filter gerne im Metalab ausstellen. Die benötigte Hardware wäre ein Rechner mit 3D Beschleunigerkarte sowie ein Bildschirm und Computerboxen. Um keine illegale Vorführung von für den privaten Genuss vorgesehenem Filmmaterial zu machen wird es eine Auswahl einiger freie Videos geben sowie die Möglichkeit eine selbs mitgebrachte DVD testweise anzuspielen.

Referenzen

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Umsetzung

Zur Zeit favorisiere ich den Ansatz, das OpenGL output plugin von [1] umzubauen, und dort eine einfach Kinoszene zu rendern, bei der die Frames des Videos einfach als Textur der Leinwand verwendet werden.

Zu tun ist noch:

  • Audiofilter:
 * wie geht man das am besten an?
  • Videofilter:
 * 3D Szenerie von Kino basteln, vorerst eventuell nur
   mal eine Leinwand und Kameraposition variieren.
 * Semitransparente Textur verwenden, um die schlechte Belichtung zu simulieren.
 * Randomisiert Ereignisse Triggern wie eine Hand, die kurz gehoben wird.