Kinemateque/Archiv

aus Metalab, dem offenen Zentrum für meta-disziplinäre Magier und technisch-kreative Enthusiasten.
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kinemateque >> Archiv

Erstes Treffen am 20.12.2008

Filmstart: 20.00

Einladung zu einem Filmabend am Samstag, den 20.12.2008

zu einem Double Feature mit stilprägenden Filmen der Schwarzen Serie. Das bevorzugte Genre der europäischen Emigranten ist eine Absage an den American Way of Life, hinter dessen glitzernder Fassade es totale Amoralität enthüllt.

Out of the Past (Goldenes Gift, USA 1947)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das Gefühl einer dunklen, schicksalhaften Vergangenheit zu einem Hauptthema des Film noir, doch nirgendwo so eindringlich wie in diesem Film mit dem treffenden Titel. Kirk Douglas teuflisch, Jane Greer – the devil is a woman – tödlich und Robert Mitchum geht mit geschlossenen Lidern, doch offenen Auges wunderbar beiläufig in den Untergang. Neben Cat People Jacques Tourneurs wichtigste Arbeit.

The Big Heat (Heißes Eisen, USA 1953)

Glenn Ford als Ermittler auf unbarmherzigem Rachefeldzug, ein junger Lee Marvin als sadistischer Killer und Gloria Grahame als Urbild der Twofaced Woman zwischen zwei Stühlen. Der Film ist beispielgebend für Fritz Langs kompromisslos desillusionierende Sicht der Welt, Kader für Kader gezeigt anhand für sich sprechender Bilder.

Samstag, 17.1.2009, 20.00

Romy Schneider

"ÖSTERREICHS SISSI – FRANKREICHS FEMME FATALE"

Um auch dieses Jahr der genialen und bezaubernden Schauspielerin Romy Schneider alle Ehre zu erweisen (das Jahr 2008 stand u.a. in ihrem Zeichen), zeigen wir das kommende Mal einen Klassiker der französischen Filmgeschichte mit der Schneider in einer der Hauptrollen:

LES CHOSES DE LA VIE / DIE DINGE DES LEBENS

von 1970 (ein Jahr nach Romys Welterfolg LA PISCINE / DER SWIMMINGPOOL). Dieser von Claude Sautet psychologisch brilliant realisierte Film erzählt in tragisch-schönen Bildern die fatale Auswirkung, die Entscheidungslosigkeit mit sich bringen kann. In der Hauptrolle Michel Piccoli, an seiner Seite – in der Rolle seiner Geliebten - Romy Schneider und Lea Massari als Mutter seines Kindes.

Zusätzlich warten wir noch mit einem sehr feinfühlig gestalteten Porträt der Künstlerin auf:

ROMY – PORTRÄT EINES GESICHTS

Dieser Film von Hans-Jürgen Syberberg aus dem Jahr 1966 zeigt die 27-jährige Schauspielerin auf der Suche nach ihrer künstlerischen Integrität. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Romy Schneider bereits in 26 Filmen, u.a. unter der Regie von Luchino Visconti, Otto Preminger, Orson Welles, Woody Allen und René Clément, mitgewirkt. Ihre Weltkarriere hatte zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht begonnen. Noch kämpfte sie verbissen, ihr Sissi-Image loszuwerden.