Bier/MetabrauBeta: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Verkostung fand am 21. 12 statt im Zuge der ccp.party statt. Das Ergebnis: Das Bier war leider ein bissl zu trüb für die meisten Partygäste. Geschmeckt hats trotzdem super und v1.0 kann kommen.
 
Die Verkostung fand am 21. 12 statt im Zuge der ccp.party statt. Das Ergebnis: Das Bier war leider ein bissl zu trüb für die meisten Partygäste. Geschmeckt hats trotzdem super und v1.0 kann kommen.
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Version vom 11. Dezember 2007, 23:32 Uhr

Metabräu beta

Unser erster Web 2.0 konformer Brauversuch. Eingebraut am 18. 11. 2006, Verkostung am 21. 12. 2006.


Das Rezept

Was Wieviel
geschrotetes Weizenmalz 3 kg
geschrotetes Gerstenmalz (Wiener Malz) 2 kg
Sarzer Rohhopfen 100 g
Wiener Hochquellwasser gut 20 L
Backhefe (2 Packerl Germ) 16 g


Hier ein kleines Bierbrau Howto zum Nachkochen. Beim ersten Mal gibts noch ein paar Details, in Zukunft werden wir dann gegebenenfalls auf diesen Eintrag verweisen.


Arbeitsschritt Temperatur Dauer Was passiert hier eigentlich?
Einmaischen 45° C 20 min. Gersten und Weizenmalz in warmem Wasser einweichen. Dabei wird die Stärke aus dem Malz gelöst und steht damit für die weitere Verarbeitung zur Verfügung.
Eiweißrast 55° C 20 min. Enzyme aus dem Malz (Proteasen) bauen einen Teil der Aminosäuren ab und setzten damit Stickstoff frei. Der ist wichtig für die Ernähung der Hefe während der Gärung.
Verzuckerungsrast 65° C 60 min. Ein weiters Malzenzym (die Amylose) zerlegt die Stäre in kleine, hefegerechte Häppchen Malzzucker (Maltose). Die wird dann später von der Hefe in Alkohol umgewandelt
Endverzuckerung 72-78° C 20 min. Die Temperatur wird langsam auf 78° C angehoben und dabei die letzte Stärke abgebaut.
Läutern - - Nachdem der Zucker aus dem Malz ausgelaugt wurde wird dieses nun abfiltriert. Die Bierbrauer nennen das "Läutern" und übrig bleiben Trebern und Würze. Aus ersteren kann man z.B. Brot backen, letzteres wird zum Bier.
Würzekochen kochend 60 min. Kochen der abfiltrierten Würze. Jetzt kommt auch der Hopfen dazu und das erst ergibt das bittre Bieraroma. Weil sich die feinen Aromastoffe beim Kochen ziemlich flott verflüchtigen gibt man Anfangs nur etwa 2/3 davon dazu und gibt den Rest erst kurz vor dem Ende dazu. Während des Kochens verdampft auch etwas Wasser und dadurch steigt der Stammwürzegehalt.
Speise abtrennen - - 2 L der heißen Würze werden zur späteren Verwendung in Flaschen abgefüllt.
Hefegabe < 25° C - Die wird Würze kommt in ein druckfestes Gärgefäß und wird zur Abkühlung stehen gelassen. Sobald sie kalt genug für die Hefe ist wird diese zugegeben.
Hauptgärung 15-20° C 3 Tage Vergärung der Maltose zu Alkohol im Druckgefäß. Dabei löst sich auch ein Teil des entstehenden Kohlendioxides im Bier.
Abziehen - - Nach der Gärung setzt sich ein Großteil der Hefe unten im Gärgefäß ab. Durch vorsichtiges Abschlauchen des Biers wird sie abgetrennt. Das Bier kommt wieder in ein druckfestes Gefäß
Nachgärung/Reifung < 10° C einige Wochen Nun kommt die zuvor aufgehobene Speise dazu. Die unvergorene Würze enthält noch Zucker der im Verlauf der Reifung nachgärt und noch mehr Kohlendioxid bildet -> mmh... prickelndes Bier! Die verbleibende Hefe vermehrt sich noch ein wenig und bildet die Hefe für das Hefetrübe Bier.
Anstich gut gekühlt. je nach Durst Dafür brauchts wohl keine besonderen Erklärungen :-)


Wie wars?

Das Einbrauen dauerte wie vermutet bis in die frühen Morgenstunden, nur wenige der wackeren Brauer haben auch tatsächlich so lange durchgehalten. Schön wars trotzdem und es gab auch schon einige Ideen und Anregungen fürs nächste Mal.


Die Verkostung fand am 21. 12 statt im Zuge der ccp.party statt. Das Ergebnis: Das Bier war leider ein bissl zu trüb für die meisten Partygäste. Geschmeckt hats trotzdem super und v1.0 kann kommen.