Agenda zur Kandidatur benko 2009-05-30

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Wer Benko zum Obmann waehlt, waehlt gleichzeitig folgende einfache Regeln(So er/sie > 5h/Monat physisch im Lab ist). Die Annahme dieser Agenda mit einer qualifizierten Mehrheit von 66% bei der GV ist Voraussetzung fuer die Kandidatur von Benko:

Agenda zur Obmannwahl 2009-05-30


  • Wenn das Mitglied sieht, dass der Geschirrspueler voll ist(oder dreckiges Geschirr herumsteht), wird es ihn ausraeumen/einschalten/tun was immer noetig ist um sauberes Geschirr in den Kaesten zu haben.
  • Wen das Mitglied einen vollen Muellbehaelter oder leere Kartons/Pizzaschachteln sieht, wird der Muellsack/die Kartons in den entsprechenden Muellcontainern entsorgt(Muellraum links, Altpapier rechts durch den Hof), gleiches gilt fuer Altglas(Der Glascontainer ist ueber die Stadiongasse beim Bezirksamt)
  • Wenn das Mitglied herrenlose Flaschen sieht, werden diese in die passenden Kisten eingeordnet, egal ob sie einem gehoeren oder nicht. Sieht das Mitglied, dass eine Getraenkekiste voll ist, wird er sie in den Vorraum bringen und im Kistenhalter durch eine leere Kiste derselben Sorte ersetzen. Geht der Vorrat im Kuehlschrank zur Neige, wird mit frischen Flaschen aufgefuellt.
  • Wenn das Mitglied das Lab fuer >2h verlaesst, wird der Arbeitsplatz aufgeraeumt und leer hinterlassen, sodass ihn ein Anderes ohne Einschraenkungen benutzen kann. Eigene Projekte werden verstaut und nicht zurueckgelassen "damit man spaeter dran weiterarbeiten kann", ohne Ausnahme. Werkzeug und Arbeitsmaterial wird an den dafuer bestimmten Platz zurueckgebracht.
  • Allgemeines Verbrauchsmaterial, wie Papierhandtuecher, Fluessigseife, Klopapier, Muellsaecke, Reinigungsmaterial, Gluehbirnen etc. werden vom Mitglied nachgefuellt sobald es bemerkt, dass etwas fehlt.
  • Jede(r) dauerhaft im Metalab vorhandene Einrichtung/Gegenstand hat einen festen Platz sodass die Benutzung erleichtert wird(Auffindbarkeit, Strukturierung). Ist fuer eine(n) bestehende(n) oder neue(n) Einrichtung/Gegenstand kein Platz bekannt, ist dieser zu schaffen(Im Idealfall, falls moeglich, mit fester ortsgebundener Montage) und entsprechend zu beschriften/allgemein bekannt zu machen.
  • Arbeitsflaechen sind freizuhalten wenn nicht konkret darauf gearbeitet wird. Faellt auf dass eine Arbeitsflaeche nicht frei ist, wird diese freigeraeumt und die darauf befindlichen Gegenstaende/Werkzeuge in den dafuer vorgesehenen Bereichen verstaut.
  • Grundsaetzlich gilt fuer jedes Mitglied, ein niedriges Profil zu bewahren, moeglichst wenig Belastung fuer Andere zu verursachen und moeglichst viel zu tun, um Andere zu entlasten.

All diese Dinge sind sofort zu erledigen - nicht "ja, aber ich war grad beim..., ich muss noch das und das erledigen" - so gehts nicht und so funktionierts nicht, die Folgen aus diesem Denken haben wir schon in vielen leidvollen Diskussion erfahren muessen. Jeder ist fuer sich selbst und alle anderen verantwortlich. Wenn ein Missstand auffaellt, ist er zu beseitigen.

Sollte ich Obmann werden, werde ich auf diese Regeln wie ein Nazi pochen und jedesmal daran erinnern, dass man ihnen zugestimmt hat. Dasselbe kann jedes Mitglied machen, wenn es sich durch egoistisches u./o. asoziales Verhalten gestoert fuehlt bzw. ein Missstand auffaellt und es alle anderen zu einer kurzfristigen Aufraeumaktion anhalten will. Einem solchen Aufruf, der der Allgemeinheit dient, ist Folge zu leisten.


Vollstaendiges Mail zur Kandidatur vom 15. April 2009:


von	Christian Benke <benkokakao>
an	"Interne Metalab Liste (members only)" <intern>
Datum	15. April 2009 21:37
Betreff	Obmannkandidatur

Guten Abend liebe Metalabmenschen!

Nachdem ich es mir seit Wochen durch den Kopf gehen lassen und die
Zeiger seit 2 Wochen trotz schlechter Laune(Der Zivildienst ist
schuld) auf JA stehen, stelle ich mich zur Obmannwahl auf.
Bevor jetzt aber alle aufatmen, sich zuruecklehnen und denken "Sehr
gut, dann hamma ja wieder einen Vorstand der das schaukelt" schraenke
ich das gleich ein. Wer mich waehlt, muss naemlich auch ein paar
Voraussetzungen zustimmen:

Das metalab ist 3 Jahre alt und langsam wirds Zeit, erwachsen zu
werden. Erwachseinsein heisst Verantwortung. Und das betrifft das
gesamte metalab, also jedes einzelne Mitglied (Zumindest diejenigen,
die mehr als 5h/Monat vor Ort sind/die Einrichtung benutzen). Mitglied
sein bedeutet mehr als Mitgliedbeitrag zu bezahlen, es bedeutet auch,
sich aktiv einzubringen. Das kann sich in Form von Kreativitaet,
Innovation, Handwerk, sozialer Aktivitaet oder auch dem Raustragen von
Muellsaecken ausdruecken.
Klar ist da auch Platz fuer zocken, surfen, xxx, abhaengen,
prokrastinieren. Aber nicht in einem Ausmass, dass alles Andere und
alle Anderen runterzieht.

Innovation, Kreativitaet und soziale Aktivitaet kann man schwer aus
dem Aermel schuetteln, dazu muss es ein bestimmtes Gefuege geben, um
eine entsprechende Gruppendynamik zu erzeugen. Aus meiner
persoenlichen Erfahrung kenne ich viele Stunden der Lethargie, einfach
keine Lust was anzugehen. Als ich mir irgendwann mit 25 gedacht hab,
langsam werd ich alt und sollt schaun, dass ich noch was weiterbring
in diesem Leben, hab ich bewusster auf die Beweggruende geachtet,
warum ich motiviert bin, oder eben nicht. Mir ist dabei klar geworden,
dass umso mehr ich ueber Gruende nachdenke, etwas nicht zu tun, umso
schwerer faellt es mir("No na"). Wenn ich aber in dem Moment, in dem
es mir einfaellt, etwas angehe und Gedanken die dagegensprechen
ignoriere, gehts von selber. Den eigenen Mindfuck ueberlistend,
sozusagen. Mir faellt ein, dass ich noch Waesche aufhaengen muss -
dann tu ichs auch, sofort ohne nachdenken. Und das funktioniert
ueberall, und umso mehr ich tue, umso motivierter werde ich, weil ich
ja auch instantly belohnt werde fuers Sachen erledigen.

Ganz aehnlich funktionierts auch in einer Gruppe - zusaetzlich zu den
eigenen Gedanken wird man auch von anderen Menschen beeinflusst. Wenn
eine kyrah daherkommt und eine Spassgruppe Computergrafik vorschlaegt
und ein konkretes Treffen vereinbart, motiviert das Leute und ueber
viele Treffen und Wochen hinweg entstehen gemeinschaftlich coole Dinge
und die Teilnehmer stacheln sich gegenseitig an. Ganz analog bei einem
Phantasus mit einem Gaming Jour Fix, einem Ninn mit einem Metacade,
einem oneup mit LGR, einem enki mit Entrepreneurship und den vielen
anderen Leuten die in den letzten Jahren Projekte angerissen und
realisiert und dabei mitreissend motivierend gewirkt haben. Also, wenn
ihr eine Idee habt, macht es einfach, dann gehts von selber.

Soviel zum Motivationsteil, zurueck zu meinen Voraussetzungen, die
Basis fuer ein friedliches Zusammenleben und daraus resultierender
gegenseitiger Motivierung und Befruchtung sind:

Wer mich zum Obmann waehlt, waehlt gleichzeitig folgende einfache
Regeln(So er/sie > 5h/Monat physisch im Lab ist):

- Wenn das Mitglied sieht, dass der Geschirrspueler voll ist(oder
dreckiges Geschirr herumsteht), wird es ihn ausraeumen/einschalten/tun
was immer noetig ist um sauberes Geschirr in den Kaesten zu haben.

- Wen das Mitglied einen vollen Muellbehaelter oder leere
Kartons/Pizzaschachteln sieht, wird der Muellsack/die Kartons in den
entsprechenden Muellcontainern entsorgt(Muellraum links, Altpapier
rechts durch den Hof), gleiches gilt fuer Altglas(Der Glascontainer
ist ueber die Stadiongasse beim Bezirksamt)

- Wenn das Mitglied herrenlose Flaschen sieht, werden diese in die
passenden Kisten eingeordnet, egal ob sie einem gehoeren oder nicht.
Sieht das Mitglied, dass eine Getraenkekiste voll ist, wird er sie in
den Vorraum bringen und im Kistenhalter durch eine leere Kiste
derselben Sorte ersetzen. Geht der Vorrat im Kuehlschrank zur Neige,
wird mit frischen Flaschen aufgefuellt.

- Wenn das Mitglied das Lab fuer >8h verlaesst, wird der Arbeitsplatz
aufgeraeumt und leer hinterlassen, sodass ihn ein Anderes ohne
Einschraenkungen benutzen kann. Eigene Projekte werden verstaut und
nicht zurueckgelassen "damit man spaeter dran weiterarbeiten kann",
ohne Ausnahme. Werkzeug und Arbeitsmaterial wird an den dafuer
bestimmten Platz zurueckgebracht.

- Allgemeines Verbrauchsmaterial, wie Papierhandtuecher,
Fluessigseife, Klopapier, Muellsaecke, Reinigungsmaterial, Gluehbirnen
etc. werden vom Mitglied nachgefuellt sobald es bemerkt, dass etwas
fehlt.

- Grundsaetzlich gilt fuer jedes Mitglied, ein niedriges Profil zu
bewahren, moeglichst wenig Belastung fuer Andere zu verursachen und
moeglichst viel zu tun, um Andere zu entlasten.

All diese Dinge sind sofort zu erledigen - nicht "ja, aber ich war
grad beim..., ich muss noch das und das erledigen" - so gehts nicht
und so funktionierts nicht, die Folgen aus diesem Denken haben wir
schon in vielen leidvollen Diskussion erfahren muessen. Jeder ist fuer
sich selbst und alle anderen verantwortlich.

Sollte ich Obmann werden, werde ich auf diese Regeln wie ein Nazi
pochen und jedesmal daran erinnern, dass man ihnen zugestimmt hat.
Dasselbe kann jedes Mitglied machen, wenn es sich durch egoistisches
u./o. asoziales Verhalten gestoert fuehlt.

Wozu das alles? Erstens um eine gemeinsame Agenda zu haben, nach der
man sich richtet, weil man ihr mal zugestimmt hat(So aehnlich wie eine
Vertrauensfrage), Zweitens um die Basis fuer Konfliktfreiheit zu
schaffen, die wiederum Voraussetzung fuer freies Denken ist, Drittens
weil es, wie eingangs erwaehnt, motiviert, wenn man Sachen die einem
auffallen, gleich macht und nicht aufschiebt(Und wenn ich euch wie
eine Mama ermahnen muss, ihr werdet merken dass es funktioniert). Es
ist wirklich nicht schwer, keiner muss sich dafuer einen Haxen
ausreissen und wir sind diese leidige, 3 Jahre alte Diskussion endlich
los. Helft mir und euch gegenseitig!

Nachdem ich jetzt den Motivationsteil und den Law&Orderteil
abgeschlossen hab, hier die Wahlkampfzuckerl:

Ich werd euch als Obmann nicht den Popo auswischen, das koennt ihr
selber bzw. fragt eure Mama(Bei Letzterem, metaphorisch gemeint, habt
ihr im Lab aber imho nix verloren). Ich werd aber versuchen, eine
Richtung vorzugeben und hoffe drauf, dass weiterhin ein paar
leistungsstarke Mitglieder Eigeninitative ergreifen und im Lauf des
naechsten Jahres viele neue Mitstreiter fuer core gewonnen werden
koennen.

Strukturierung - Mir ist aufgefallen, dass ein paar Dinge ganz
wunderbar funktionieren, weil sie einen festen Platz haben. Das sind
zum Beispiel die Schubladen im Whateverlab, die mit "Schraubenzieher,
Zangen, Gaffer, Loetzeug, Messwerkzeug, etc." beschriftet sind.
Meistens landet Zeug, dass daraus entnommen wird, auch wieder dort.
Gleiches gilt fuer die Getraenkekisten(Wenns auch leider zuviele
geworden sind) und die Konsolen. Genauso sind die Lautsprecherboxen
fix montiert und werden nicht mehr herumgeschoben, ich wollte
eigentlich auch die Verstaerker fest montieren, bin davon dann aber
abgekommen. Seit damals werden die Verstaerker staendig herumbewegt
und Kabel entfernt - werd ich nachholen.
Marius hat mal mit dem Werkzeug einen guten Ansatz entwickelt, indem
er Naegel in ein Brett geschlagen hat, und das Werkzeug dran
aufgehaengt hat. Das funktioniert fast, leider gibts zuviele
unerfahrene, phlegmatische Leute die sich nicht daran halten und das
Werkzeug auf einen Haufen auf der Werkbank oder sonstwohin
schmeissen(Schlecht fuers Werkzeug, schlecht fuers Wiederfinden). Eine
wichtige Agenda ist fuer mich daher die Strukturierung des Lab -
Dingen einen Platz zu geben. Wenn wir den Muellraum als
Werkstatterweiterung bekommen, moechte ich entsprechend ein paar
Werkzeugkaesten anschaffen, um das Chaos im hinteren WL-Teil in
geordnete Bahnen zu lenken(Bestimmtes Werkzeug sollte dann auch
weggesperrt werden, um mehr Verantwortlichkeit einzuimpfen). In
anderen Bereichen des Lab sind aehnliche Massnahmen
denkbar(Beschriftungen in der Kueche, erwaehnte Fixierung der
Verstaerker, Fixmontage des Printz u.ae.)

Platz - das Metalab wird zu klein. Nicht nur weil wir mehr werden,
sondern auch weil wir immer mehr Zeug anhaeufen. Sorry Ninn&Nex, aber
der Reactable/Performancer muss weg, wird nicht benutzt, steht nur
herum und verschwendet Platz. Gleiches gilt imho fuer die
Telefonzelle, das Ding war zwar mal ein netter Gag, aber es ist
haesslich, braucht unglaublich viel Platz und hat keinen Zweck(Und
auch eine VoIP-Booth ist fuer mich kein Zweck, dazu ist der wenige
Platz echt zu schad). Wenns fuer Festivals gebraucht wird, laesst es
sich garantiert auch irgendwo ausserhalb lagern, evtl. bei irgendwem
am Land in einem Schuppen und kann nach Bedarf herumtransportiert
werden.
Zum Platz gehoert auch die Erweiterung des Whateverlab - falls sich in
den naechsten Wochen nichts mehr bzgl. Muellraum tut, moechte ich
weiter Druck machen, dass wir den bekommen. Im WL laesst sich derzeit
nicht grobhandwerklich arbeiten(Zumindest ich hab bei den
Platzverhaeltnissen keinen Bock).

Aesthetik - Overflo hat in seiner letzten langen Mail einen kraeftigen
Vorschub geleistet - es gibt noch ein paar haessliche Flecken im
Lab(Vorraum, Wuzzler) und schon renovierte Teile werden langsam
alt(Hauptraum). Ich moecht gern mal ein bisserl mit dem ganzen
Steampunk/Gameboy/LED-Zeugs zurueckschrauben, wenn der eine oder
andere Raum etwas minimalistischer ausgestattet ist, wird das der
ausgearteten Kakophonie und den Stilbruechen im Lab auch guttun.
Wieder gilt hier - einfach motiviert loslegen, dann gehts von alleine,
ich hoffe die kuenstlerisch Kreativen fuehlen sich angesprochen?!

Investitionen - Geld koennen wir immer brauchen - ich glaube wir haben
mittlerweile eine Bekanntheit erreicht, mit der wir ein paar wenige,
grosse Fische an Land ziehen koennen - ich wuerd gern mal schaun was
HP, IBM & Co. locker machen wuerden, damit sie sich mit uns als
Aushaengeschild bruesten duerfen.

Motivation - Ich bin nicht jemand der Festivals, Events, Vortraege und
Metadays anleiert, darum muessen sich andere kuemmern(Und das tun sie
zum Glueck auch und freuen sich ueber Verstaerkung). Aber ich moechte
dafuer sorgen, dass ihr Lust habt, im Lab Sachen zu machen. Dafuer
moechte ich eine gesunde, geerdete Einstellung einimpfen. Und das
zusaetzlich regelmaessige Parties motivieren wissen wir eh alle :-)

Das ist mal eine Zusammenfassung ohne Garantie auf Vollstaendigkeit
und ohne Gewaehr, ich werd den Voraussetzungsteil bei der GV nochmal
in voller Laenge als Bedingung zitieren, damit mir dann keiner
Geschichten erzaehlen kann.

Regards
Benko